Was Sachsens Wälder in den kommenden zehn Jahren erwartet
Eine neue Modellierung zeigt, welche Baumarten in sächsischen Mischwäldern künftig besser mit Trockenheit zurechtkommen — und wo Umbaumaßnahmen dringend nötig sind.
Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre hat sächsische Wälder sichtbar geschwächt. Ein Team der TU Bergakademie Freiberg hat gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst ein Modell entwickelt, das die Widerstandsfähigkeit verschiedener Baumarten unter künftigen Klimaszenarien simuliert.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass reine Fichtenbestände in weiten Teilen Sachsens langfristig nicht mehr tragfähig sein werden. Mischwälder mit höherem Laubholzanteil zeigten in den Simulationen deutlich stabilere Werte. Die Forschenden empfehlen eine schrittweise Anpassung der Aufforstungsstrategie, warnen jedoch davor, einzelne Baumarten pauschal als „Klimagewinner" zu bezeichnen — die Wechselwirkungen seien komplexer als oft dargestellt.